Unterm Fuß tut sich was

Lange Zeit galt es, Läufern möglichst dicke, dämpfende Sohlen unter die Füße zu packen. Die Schuhe sollten die Gelenke schonen. Doch nun setzt ein neuer Trend ein:

 

„Minimalschuhe werden immer beliebter“, sagt Sebastian Ritschel, Filialleiter von RUNNERS POINT in Saarbrücken. Doch was sind Minimalschuhe?

 

„Die Erkenntnis ist einfach. Es gilt wieder das Prinzip 'weniger ist mehr'. Die Schuhe werden nun flacher, der Läufer-Fuß landet wieder härter auf dem Boden. Dadurch wird die Muskulatur mehr gefordert und trainiert. Das Gefühl vom Barfuß-Laufen wird wieder gestärkt“, erklärt der Sportexperte.

Wer diese Art Laufen erleben möchte, braucht ein wenig Geduld und Training: „Die Muskulatur ist diese neue Belastung am Anfang nicht gewohnt. Ein normaler Laufschuh verleiht immer eine gewisse Stabilität. Wenn Läufer plötzlich zu einem Minimalschuh wechseln, brauchen sie genügend Muskelkraft und Flexibilität, um damit verletzungsfrei laufen zu können.“

 

Der Wechsel vom traditionellen Laufschuh zum Minimalschuh sollte Schritt für Schritt erfolgen. „Deshalb sollte man zu Beginn langsam einsteigen und bei den unterschiedlichen Trainingseinheiten innerhalb der Woche auch zwischen Minimal- und den traditionell gedämpften Schuhen wechseln“, verrät Ritschel als Tipp.

 

Damit der Wechsel zum Minimalschuh einfacher gelingt, können auch spezielle Sporteinlagen gezielt in die Schuhe eingelegt werden: „So genannte currexSohlen begleiten Läufer auf dem Weg zum natürlichen Laufen in flacheren Schuhen“, erklärt Sebastian Ritschel das Lauf-Hilfsmittel: „Durch das dynamische Zusammenspiel von Fuß und Einlage unterstützt die currexSohle die Füße und den Bewegungsapparat bei diesem Lernprozess und beugt eventuellen Überlastungserscheinungen bei dieser Umstellung vor.“


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