22.06.2012

Mit Martin Schedler 274 Kilometer über die Alpen

Es ist ein Laufabenteuer der ganz besonderen Art, ein Abenteuer, dass das Leben prägt. Der GORE-TEX® Transalpine-Run zählt zu den härtesten Etappenrennen der Welt. Man muss topfit und schon ein wenig verrückt sein, um die 274 Kilometer und 15500 Höhenmeter der Alpen in acht Tagen bewältigen zu können. "Das dachte ich mir auch", erklärt der Eppelborner Extremläufer Martin Schedler. Mit seinem Teampartner Manfred Komenda stellte er sich der läuferischen Herausforderung.

Schedler grinst: "Aber eigentlich hört es sich schlimmer an, als es ist. Die Streckenprofile sind so, dass man auch mal gehen muss. Trittsicherheit und eine Notfallausrüstung sind da wichtig." Trotzdem erlebte er zwischen den Tagesetappen mit 319 anderen 2er-Teams ein Wechselbad der Gefühle: "Der Run ist vergleichbar mit der Tour de France. Man zieht jeden Tag weiter und morgens gibt es eine Team- und Streckenbesprechung. Die einzigartige Berglandschaft und die beeindruckenden Ausblicke ließen einen fast vergessen, wenn es mal zwickte oder zwackte in den Muskeln oder wenn die Psyche Auftrieb brauchte. Ich habe jede Etappe genossen", sagt Martin Schedler: "Es ist unglaublich, was der Körper alles schaffen kann. Es gab Strecken, wo keine Wege mehr waren, man musste auf Steinen laufen können, die vereinzelt nass und glitschig waren. Aber alles hat wunderbar geklappt."

Zuhause verfolgten Freunde, Familie und die "Fans" das Rennen von Oberstdorf über Schruns und Galtür nach Latsch in Südtirol tagesaktuell über die Medien und gratulierten den beiden eifrig. Selbst nach ein paar Monaten brennt der Extremlauf noch nach: "Es sind tolle und wichtige Erfahrungen, die ich vom Transalpine-Run mitgenommen habe, die mich nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft nachhaltig beeindrucken. Vor allem die Bekanntschaften und den Gemeinschaftssinn fand ich klasse."

Das Laufabenteuer in den Alpen schweißte auch die Freundschaft zwischen Martin Schedler und Manfred Komenda zusammen: "Es neu für mich, in einer Woche so viele Kilometer zu laufen. Eine Etappe ging sogar über 53 Kilometer", erklärt Martin Schedler. Trotz unterschiedlicher Leistung im Team liefen beide immer zusammen. Schedler: "Vor allem bergab haben wir klasse zusammengearbeitet. Unsere Freundschaft hat sich durch die gemeinsam durchgestandenen Strapazen gefestigt."

Das Laufabenteuer infiziert. Und deshalb will Martin Schedler auf jeden Fall zurück in die Berge: "Es wird nicht meine einzige Teilnahme bleiben. Der Transalpine-Run ist eine Erfahrung für‘s Leben." Weitere Informationen über den Top-Läufer gibt es unter www.martinschedler.de


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