Experten-Gespräch: Die Pulsuhr

Nichts ist einfacher als zu Laufen. Ein paar Schuhe, T-Shirt und Hose reichen in der Regel dazu aus.
„Früher war man der Meinung: Geh raus und lauf los“, sagt Sebastian Ritschel von RUNNERS POINT Saarbrücken. „Ergänzen würde man das mittlerweile um den Aspekt: „Vergiss die Uhr nicht, dann hast du auch einen virtuellen Trainingspartner.“ Denn moderne Pulsuhren sind mittlerweile kleine Trainingscomputer am Handgelenk. Sie messen weitaus mehr als Zeit und Herzfrequenz.

In den meisten Modellen steckt mittlerweile auch ein GPS-Modul, das über Satelliten-Signale die zurückgelegte Strecke erfasst. Wann immer der Benutzer eines GPS-Navigationsgerätes den Himmel über dem Kopf hat, kann er binnen Sekunden seine Position, Richtung, Geschwindigkeit, Höhe, Entfernung bestimmen. „Auf dem deutschen Markt sind die Hersteller Garmin und Polar Platzhirsche mit der größten Modellvielfalt“, sagt Laufexperte Ritschel. „Die Uhren werden immer kompakter und für unterschiedlichste Ansprüche entwickelt.

So haben zum Beispiel viele Polar-Modelle eine ‘Own-Zone’-Funktion, die die individuelle Herzfrequenz-Zone definiert und bei Training oder Wettkampf dafür sorgt, dass man sich nicht überschätzt.“ Das sei auch für Lauf-Einsteiger sinnvoll, die die Signale ihres Körpers zu Beginn noch nicht so genau einschätzen können, ist sich Sebastian Ritschel sicher.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Brustgurt. Der Laufexperte räumt mit einem Vorurteil auf: „Um die Herzfrequenz optimal messen zu können, sollte man einen Gurt zur Messung um den Oberköper tragen. Der funkt die Messdaten an die Uhr. Viele Gurte bestehen mittlerweile aus hautfreundlicher Textilfaser und lassen sich bequem in der Waschmaschine waschen. Dagegen lassen sich solche Daten mit einer Messung am Handgelenk oft gar nicht oder nur sehr ungenau bestimmen.“


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