Laufen im Winter

Mit der richtigen Laufkleidung den Winterblues austricksen

Wenn Eis, Schnee und Kälte für Wetterkapriolen sorgen, lässt mancher Sportler lieber die Laufschuhe im Schrank stehen. Die Dunkelheit, Kälte und der Regen lassen die Motivation zum Laufen bei vielen Läuferinnen und Läufern gegen Null sinken. Doch wer den inneren Schweinhund erfolgreich bekämpft, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern läuft auch seiner oftmals schlechten Laune buchstäblich davon. Der Nachteil einer Winterpause ist es auch, dass das Training zu lange vernachlässigt wird und man meistens mit dem Konditionsaufbau wieder ganz von vorne beginnen muss. Man sollte sich einfach feste Zeiten setzen und den eigenen Wiederstand überwinden!
 
Laufsport-Experte Henning Jochum von der Sport Jochum GmbH aus Quierschied rät gerade im Winter auf die passende Kleidung zu achten, um nicht krank zu werden. Sie muss auf den Läufertyp abgestimmt sein. "Baumwolle zum Beispiel nimmt bis zu 40 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf, ist also nicht besonders geeignet zum Laufen. Spezielle Kunstfasern sind atmungsaktiver", erklärt Henning Jochum. "Sie speichern die Feuchtigkeit nicht, sondern geben sie an das darüber liegende Kleidungsstück ab." So werden das Auskühlen und das Überhitzen verhindert. Durch dieses Zwiebelschalen-Prinzip lässt sich eine Bekleidungs-Strategie für das ganze Jahr aufbauen – je nach Wetter wird das ein- oder andere Kleidungsstück hinzugefügt. Der Laufexperte erklärt: "Im Winter kommt dann einfach unters Langarm-Shirt ein eng anliegendes Funktionsunterhemd. Wenn es stürmt und schneit, schützt man sich mit einer atmungsaktiven Windstopper-Jacke." Wer mit dem Laufen anfängt, macht oft den Fehler, sich zu warm anzuziehen: "Oftmals wird vergessen, dass der Körper schon nach fünf bis zehn Minuten auf Betriebstemperatur ist", sagt Henning Jochum: "Die Körpertemperatur sollte die Zahl der Bekleidungsschichten bestimmen - und nicht etwa das subjektive Kältegefühl zu Beginn des Laufs." 


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