Das Läufer ABC

Die wichtigsten Begriffe für alle Läufer von K bis M

Kniehebelauf: Eine Übung, die simpel und effektiv ist: Der Kniehebelauf sorgt dafür, dass die Schwungphase beim Laufen verbessert wird und steigert vor allem die Kraftausdauer. Er lässt sich sowohl auf der Stelle oder noch besser auf einer kurzen, ebenen Strecke durchführen. Die Knie werden dabei deutlich höher gezogen als beim gewöhnlichen Lauftraining, die Oberschenkel sollten eine Waagerechte zum Boden bilden. Wichtig ist, dass das Becken bei der Übung nicht nach hinten kippt und der Oberkörper möglichst gerade bleibt. Die Arme können gegengleich mit den Beinen nach vorne schwingen.

Kraft:
Krafttraining kann neben dem gewöhnlichen Lauftraining durchaus sinnvoll sein. Durch gezielte Übungen, die die Stützmuskulatur des Rumpfes stärken, wird die Überbelastung der Wirbelsäule verhindert. Allgemein sind gut trainierte Muskeln weniger anfällig für Verletzungen.

Krampf:
Zu viel trainiert? Magnesiummangel? Krämpfe können viele Ursachen haben und lassen sich häufig nicht vermeiden. Was sofort hilft, ist die Dehnung. Der Muskel wird dabei solange gestreckt, bis sich der Krampf wieder löst. Mit ein paar einfachen Tricks kann man dem unangenehmen Ziehen jedoch vorzeitig entgegenwirken: Wechselbäder, Massagen oder Bein- und Fußgymnastik können Krämpfen vorbeugen.

Lauftreff: Leistung ist nicht alles, was zählt. In den Lauftreffs geht es nicht nur um Ziele, Kilometer oder Minuten. Die Breitensportler oder Laufanfänger kommen ungezwungen zusammen, laufen in unterschiedlichen Gruppen, in unterschiedlichem Tempo, manchmal auch mit Gehpausen. Vielen geht es vor allem um Geselligkeit und einen Ausgleich zum Alltag. Dennoch haben die Mitglieder durchaus Ambitionen: Die Läufer nehmen häufig an Wettkämpfen teil, starten meistens als einheitliche Gruppe.

Laufband: Regentage sind für Schönwetterläufer keine Ausrede mehr – durch das Laufband ist Training auch zuhause oder im Studio möglich. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen mechanischen und elektronischen Laufbändern. Mechanische werden durch die eigene Muskelkraft bei der Bewegung betrieben. Bei elektronischen Laufbändern lässt sich die Geschwindigkeit durch einen Elektromotor einstellen.

London-Marathon: Der London-Marathon gehört weltweit zu den prestigeträchtigsten Wettkämpfen über diese Distanz. Der erste Lauf fand 1981 mit über 7700 Startern statt, im vergangenen Jahr nahmen mehr als 34.300 Menschen teil. Seit 2006 gehört der London-Marathon zu der Serie „World Marathon Majors“.

Marathon-Distanz: Der Reiz, bis an die körperlichen Grenzen zu gehen, jeden Muskel, jeden Schritt zu spüren, packt immer mehr Menschen. Aber warum umfasst ein Marathon exakt 42,195 Kilometer? Die meist verbreitete Geschichte reicht in das alte Griechenland zurück: 490 vor Christus soll ein Bote die rund 40 Kilometer lange Strecke von Marathon nach Athen zurückgelegt haben, um dort den Sieg der Athener bei der Schlacht von Marathon gegen die Perser zu verkünden. Die Distanz des modernen Marathonlaufs jedoch war lange Zeit gar nicht festgeschrieben und wurde meist den örtlichen Gegebenheiten angepasst - so wie 1908 bei den Sommerspielen in London, als die Strecke 42,195 Kilometer lang war. Nach einem dramatischen Finale zwischen Dorando Pietri und John Hayes wurden in der Folgezeit für die beiden einige Revanche-Wettkämpfe ausgetragen. Die Distanz blieb dieselbe, um die Bedingungen gleichzuhalten. Der Leichtathletik-Weltverband reagierte 1921 und schrieb die Streckenlänge endgültig fest.

Muskelkater: Die Muskeln schmerzen, fühlen sich steif an. Keine Seltenheit, wenn die Trainingintensität zu hoch oder ungewohnt für den Körper war. Der Muskelkater kann schon nach wenigen Stunden einsetzen und ist meistens nach 24 Stunden am deutlichsten spürbar. Grund ist, dass kleine Teile der Muskelfasern gerissen sind. Schlimm ist das nicht. Denn der Körper regeneriert die Muskeln so, dass sie danach ein höheres Leistungsniveau erreichen können. Die Muskelschmerzen können verringert werden, indem man nicht intensiv, sondern vorerst leicht weitertrainiert.


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