Wald, Asphalt oder doch lieber Rasen? Die Vielfalt der Laufuntergründe ist groß – und jeder bringt seine eigenen Vor- und Nachteile mit.

Asphalt: Da Asphalt ein gleichbleibender Untergrund ist, hart und ist und kaum nachgibt, ermöglicht er ein hohes Lauftempo. „Der Abdruck vom Fuß ist sehr gut“, sagt Werner Klein, Bundestrainer im Hindernislauf. „Um die Gelenke zu schonen, braucht man aber angemessenes Schuhwerk mit guter Dämpfung.“

Laufband:
Das Laufband ist unabhängig vom Wetter, lässt sich in der Steigung verstellen und ermöglicht ein gleichmäßiges, rhythmisches Training. Der Nachteil ist jedoch, dass ein Training unter Wettkampfbedingungen nicht möglich ist. „Es gibt keine Mann-gegen-Mann-Situation und es entwickelt sich kein intuitives Laufgefühl. Alles ist automatisiert“, sagt Klein.

Waldboden: Ein Lauf durch den Wald ist vor allem abwechslungsreich. Die Wege führen bergauf, bergab, über holprige Passagen oder durch Pfützen. Das schult Koordination und fördert die Muskulatur. „Man sollte dort aber keine schnellen Straßenschuhe tragen. Wie beim Geländewagen sollte das Profil immer dem Untergrund angepasst sein“, erklärt Werner Klein. „Und es ist sinnvoll, wasserabweisende Schuhe zu tragen, falls man durch Pfützen laufen muss.“

Rasen: Gute, ebenmäßige Rasenflächen sind zwar selten zu finden, dafür lohnen sie sich aber. „Gras ist sehr schonend für die Gelenke“, sagt Werner Klein. „Für den Trainingsbetrieb ist es super.“ Dementsprechend reichen normale oder wenig gedämpfte Laufschuhe vollkommen aus.

Sand:
Strandläufe im Urlaub – viele nehmen es sich vor, wenige setzen es aber auch wirklich in die Tat um. Das Motivationsproblem ist aber gar nicht so fehl am Platz. Zwar fördert der weiche Sand die Muskulatur, doch das kann schnell zu einer Überbelastung führen. „Außerdem führt das zu Problemen bei der Achillessehne, da sie beim Laufen im Sand immer schief ist“, sagt Klein.

Schnee: Schnelles Laufen ist durch den Schnee zwar nur schwer möglich, Dauerläufe sind jedoch kein Problem – mit dem richtigen Schuhwerk. „Die Schuhe sollten ein ordentliches, grobes Profil haben und witterungsbeständig sein“, empfiehlt Klein: „Durch den Schnee entsteht eine höhere muskuläre Beanspruchung.“

Tartanbahn:
Tartanbahnen oder Kunststoffbahnen eignen sich wie der Asphalt für schnelles Laufen. Der Vorteil: „Der Belag der Bahn schwingt nach. Die Energie, die auf den Kunststoff übertragen wird, gibt einen Rückschlag auf den Körper“, erklärt Werner Klein. Viele Läufer greifen daher auch auf weniger gedämpfte Laufschuhe zurück.


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