VFA Neunkirchen

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Der Tag liegt nun fast 37 Jahre zurück. Der Tag, an dem sich 36 Menschen im Restaurant des Volkssonnengartens in Neunkirchen zusammensetzten. Laufbegeisterte Sportler, die eine Entscheidung für ihre Zukunft trafen. „Vorher hatten wir noch einen Lauftreff beim TuS Neunkirchen. Allerdings waren wir nie viele Leute, weil die Mitgliedsbeiträge recht hoch waren. Also haben wir uns dazu entschlossen, unseren eigenen Verein zu gründen“, erinnert sich Werner Joas, eines der Gründungsmitglieder, an die Geburtstunde des Vereins für Ausdauersport (VfA) Neunkirchen.

Und aus der kleinen Gemeinschaft an Laufbegeisterten wurde mit den Jahren ein 285-Mitglieder-starker Verein, der mittlerweile regelmäßig Läufe ausrichtet: „Den Ferraro Gutsweiher Lauf, den Sparkassen Citylauf und den Bank1Saar Neunkircher Volksbank Straßenlauf“, zählt der Vorsitzende Harry Hemmer auf: „Am Neunkircher Triathlon sind wir auch beteiligt.“ Veranstaltungen, die sogar auf überregionales Interesse stoßen. Doch der VfA tut auch viel für den vereinsinternen Zusammenhalt – ob mit Weihnachtsfeiern, Wanderungen oder eben dem Lauftreff.

Zwei Mal wöchentlich, im Sommer immer mittwochs und samstags um 17 Uhr, versammelt sich eine kleine Gruppe am Neunkircher Waldstadion Lakaienschäferei. „Meistens sind wir zehn bis 15 Leute“, sagt Harry Hemmer: „Unsere Laufgruppe wird auch von ausgebildeten Betreuern begleitet.“ Einer dieser Betreuer ist Werner Joas. „Für die Geselligkeit ist unser Lauftreff etwas sehr schönes. Das ist das, was mir so gut daran gefällt.“ Die Gruppe startet ihre Strecke an der Sportstätte, „von da aus gibt es viele unterschiedliche Strecken, die man laufen kann. Das macht unsere Läufe auch sehr abwechslungsreich“, erzählt Joas und fügt lachend hinzu: „In der Gruppe ist es ohnehin so schön, dass die Zeit schnell rum geht.“ Eine Stunde lang bewegt sich der Lauftreff durch den Wald, in unterschiedlichem Tempo, unterschiedlich weit. „Wir haben Strecken von vier bis zehn Kilometer“, erklärt Hemmer. „Bei uns können Anfänger und Fortgeschrittene laufen. Außerdem bieten wir Nordic Walking an.“

Nachdem die Gruppe ihre Stunde absolviert hat, löst sich der Lauftreff in der Regel aber noch nicht auf. „Am Stadion kann man sich nach dem Lauf wieder frisch machen und duschen. Und danach hat man noch die Möglichkeit, zusammen etwas zu trinken – was wir auch oft machen“, sagt Joas. Dabei sind es meistens immer wieder die gleichen Gesichter, die sich für den Lauftreff zusammentun. „Vor zehn bis 15 Jahren waren wir mal mehr Leute“, seufzt Joas und Hemmer ergänzt: „Es geht vielen Vereinen so und auch wir haben Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs. Es kommen einfach weniger neue Leute dazu.“ Gründungsmitglied Werner Joas würde sich daher freuen, „wenn wir noch mal ein paar jüngere Leute rekrutieren könnten. Damit wir auch weiterhin gemeinsam laufen können.“ So, wie es sich die 36 Laufbegeisterten vor 37 Jahren auch vorgenommen hatten.


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