Leistungsdiagnostik durch Atemgasanalyse

Egal, ob Hobby- oder Leistungssportler – alle haben das Ziel, effizient zu trainieren, sich zu verbessern, weiter nach vorne zu kommen. Doch es ist nicht selten der Fall, dass die Menschen unterhalb ihrer Möglichkeiten trainieren oder sich überstrapazieren. Um den Leistungsstand und die Belastbarkeit zu ermitteln, machen viele einen Laktattest. Dabei werden während der Einheiten beispielsweise auf dem Laufband regelmäßig kleine Blutproben entnommen und die Werte analysiert. Recht aufwändig. Doch es gibt auch eine weitere Möglichkeit, die weniger blutig ist, keine Trainings-Unterbrechungen zur Blutentnahme mit sich bringt und dennoch genaue Ergebnisse liefert: Die Aeroscan-Analyse, die über die Auswertung von Atemgasen durchgeführt wird.

„Läufer fangen bei einer Geschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde auf dem Laufband an. Alle zwei Minuten wird die Belastung um einen Kilometer pro Stunde erhöht. Während des Tests trägt der Läufer ein Atemmundstück, die Atemgase werden danach analysiert“, erklärt Bernd Neuhardt, Mitgründer und Trainer der Laufschule Saarpfalz. Die Laufschule wurde 2006 gegründet, bietet mittlerweile Lauftreffs in St. Ingbert, Blieskastel, Homburg und Zweibrücken an. Daneben gibt es unter anderem spezielle Vorbereitungskurse für Marathon- und Halbmarathonläufer, Laufcamps und Ergänzungstrainings. Seit August 2014 bietet die Laufschule Saarpfalz auch die Möglichkeit an, eine Aeroscan-Analyse durchzuführen. „Es ist ein leichtes und schnelles Verfahren“, sagt Neuhardt: „Und die Resonanz ist bisher auch bei Breitensportlern sehr positiv.“

Bei der Aeroscan-Analyse zeigen die Atemgase an, bei welcher Trainingsintensität der Körper in welchen Verhältnissen Kohlenhydrate und Fette verbrennt und wie hoch der Energiebedarf ist. „Es ist wichtig zu sehen, auf welche Energiereserven der Körper zurückgreift“, sagt Neuhardt: „Wenn der Körper beim Sport die Herzfrequenz nach oben treibt, ändert sich auch die Stoffwechsel-Aktivität.“ Eine maximale Belastung oder Überbelastung ist während des Tests nicht notwendig. Durch die anschließende Software-Analyse lässt sich ein individueller, optimaler Trainingsplan zusammenstellen, der sich nach den Zielen und Wünschen des Sportlers richtet.

Ursprünglich wurde diese Methode für ein Raumfahrtprojekt entwickelt, „um zu sehen, wie der Stoffwechsel im Weltraum ist“, erzählt Neuhardt. „Da das wunderbar funktioniert hat, haben sich die Universitäten, die den Test entwickelt haben, vor sieben, acht Jahren dazu entschlossen, die Analyse für alle zugänglich zu machen.“ Die Analyse, die einfach durchzuführen ist – schnell, unblutig und effektiv. 


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