261.500 Euro haben sich innerhalb der vergangenen neun Jahre an Spenden angesammelt. Spenden, die in die unterschiedlichsten Projekte geflossen sind – in die Unterstützung von Bedürftigen aus der Region und von Behinderten in Rumänien, in die Renovierung eines Pfarrheims in Kolumbien, in den Häuserbau für arme Familien in Sri Lanka, den Bau einer Grundschule in Togo und von Kindergärten in Benin, in die Aids-Hilfe in Ghana und die Landwirtschaftsschule in Somalia sowie in die medizinische Verpflegung auf den Philippinen. Neun Jahre, neun verschiedene Hilfsaktionen. In diesem Jahr feiert der Solilauf in St. Ingbert sein zehnjähriges Jubiläum – und das Organisations-Team um die Pfarrei St. Pirmin und St. Michael hat sich ein großes Ziel gesetzt: Zum runden Geburtstag will es die Gesamt-Spendensumme von 300.000 Euro knacken.

Das Prinzip des Solilaufs ist einfach: Der 24-Stunden-Lauf beginnt am Samstag, 12. September, um 15 Uhr und endet am Sonntag, 13. September, um 15 Uhr. In diesem Zeitraum laufen die Teilnehmer ihre Runden im St. Ingberter Mühlwaldstadion – entweder als Einzelstarter oder in Gruppen und Staffeln. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Stadion. Die Startgebühr von sechs Euro für Kinder und zehn Euro für Erwachsene gilt als Grundspende. Außerdem können sich die Teilnehmer eine Spendenkarte ausdrucken und bei Bekannten und Verwandten eine bestimmte Spendensumme pro Stadionrunde, die mit einem Chip gezählt wird, eintragen lassen. Der gesamte Erlös geht in diesem Jahr an den Blieskasteler Schutzengelverein, der Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen und Behinderungen unterstützt.

Aus der Pfarrei und den Mitveranstaltern DJK SG St. Ingbert und dem Malteser Hilfsdienst St. Ingbert sind an dem Wochenende rund um die Uhr 100 Helfer im Einsatz. Neben der Strecke gibt es Showeinlagen, Bands und einen Open-Air-Gottesdienst. Die Idee, einen solchen Spendenlauf auf die Beine zu stellen, entstand 2004, wie Gabi Strobel vom Orga-Team erzählt: „Unser damaliger Pfarrer Andreas Keller wollte eine moderne Form des Hungermarsches entwickeln, da dort das Interesse rückläufig wurde. Damals waren wir uns noch unsicher, ob etwas daraus wird und ob überhaupt jemand kommt. Aber schon bei der ersten Veranstaltung 2006 kamen etwa 200 Läufer und 8000 Euro Spenden zusammen.“ Für die Premiere beachtliche Zahlen, doch mittlerweile sind die Dimensionen gewachsen.

„Wir rechnen mit insgesamt 1000 bis 1200 Teilnehmern. Einige Läufer sind traditionell dabei, wie die Rennschnecken Dudweiler, die seit dem zweiten Jahr mit 50 bis 60 Leuten als 24-Stunden-Staffel am Start sind. Manche laufen tatsächlich auch die 24 Stunden durch“, sagt Strobel: „Wir haben aber auch andere Starter: Rollstuhlfahrer, Mütter, die ihre Kinderwagen schieben, oder ein paar Damen, die eine Runde mit ihrer Handtasche laufen. Wir sind um jede Runde und jede Spende froh“ – damit das Ziel, die 300.000 Euro zum Jubiläum vollzumachen, auch erreicht wird.

 

Info: Anmeldungen zum Solilauf sind im Vorfeld im Internet unter www.solilauf.org oder spontan vor Ort möglich.

 


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