Yoga und Laufen: Eine enge Verbindung

Immer mehr Menschen finden in Yoga einen perfekten Sportausgleich. Eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet ist Martina Welsch.

Sie ist 47 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und wohnt in Saarbrücken. Die Sport- und Gymnastiklehrerin hat eine vierjährige Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert. Sie befähigt sie zusammen mit ihrer Grundausbildung dazu, mit den Krankenkassen im Bereich Prävention zusammenzuarbeiten. „Meine bisherigen Tätigkeiten und Erfahrungen habe ich den Bereichen Orthopädie, Neurologie und Fitness gesammelt. Seit 20 Jahren arbeite ich mit körperlich und geistig behinderten Menschen und unterrichte hierbei alles, was mit Bewegung zu tun hat – von Leichtathletik über Schwimmen bis hin zum Yoga“, erklärt Welsch. Aktuell gibt sie Kurse in der Kindertagesstätte Rubenheim (montags, 19 Uhr), in der kleinen Schulturnhalle Güdingen (dienstags, 17.30 Uhr), City-Reha Saarbrücken (mittwochs, 12 Uhr – Yoga in der Mittagspause) und im Saal des Altenwohnstifts Reppersberg (donnerstags, 19 Uhr). Die Kurspreise variieren dabei zwischen 85 und 110 Euro. Außerdem leitet Welsch seit 2016 für die Paracelsusschule Saarbrücken die Ausbildung zum Yogalehrer.

Die Koordination der Bewegungsabläufe beim Laufen kann durch eine gute Laufschule oder das Lauf-ABC trainiert werden. Beweglichkeit, Konzentration, Koordination, Körpergefühlachtsamkeit, Aufmerksamkeit und die Bedeutung des Atems können effektiv durch Yoga-Asanas (Haltungen) geübt und verbessert werden. Es gilt, über Aufmerksamkeit zu lernen, unnötige Aktivitäten von nicht benötigten Muskeln (verkrampfte Schultern, Gesichtsmuskulatur) zu vermeiden. Zusätzlich kann durch bewusstes und effizientes Atmen die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. So sorgt Yoga durch verbesserte Beweglichkeit im Oberkörper für mehr Atemvolumen. 

„Eine flexible, gedehnte Muskulatur arbeitet effektiver und ökonomischer“, berichtet Welsch. Außerdem ist sie weniger anfällig für Verletzungen. Gutes Dehnen oder Faszienarbeiten beschleunigen zudem die Regeneration. Im Yoga wird die Muskultur vielfältig beansprucht. Es werden viele Reize gesetzt – und dadurch ist schnell erkennbar, wo Bedarf besteht. Nach einem langen Lauf sollte sehr viel Faszienarbeit geleistet werden, damit sich der gesamte Körper wieder erholen kann und das Gewebe die Möglichkeit hat, zu entspannen. 

Laufen sowie das Leben geschieht sehr im Außen – dagegen lenkt Yoga die Aufmerksamkeit auf das „Selbst“. Wem das Loslassen, die Hingabe, Gewaltlosigkeit und Gelassenheit gelingt, merkt, wie sich alles physisch und mental verändert. Yoga ist ganzheitlich zu sehen und dient dem Menschen.

E-Mail: martinawelsch3@web.de  


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